

Nicht nur im Sommer, sondern auch im Herbst und Winter sollten Sie Ihr Haustier einer regelmäßigen Parasitenkontrolle unterziehen. Denn gerade die kühlere Jahreszeit ist Hochsaison für Flöhe.
Zecken wie auch Flöhe kennen keinen Winterschlaf und lassen sich von kalten Temperaturen nicht beeindrucken. Eine ganzjährige Kontrolle ist deshalb der beste Schutz für Ihr Tier.
Die Übertragung der blutsaugenden Parasiten findet von Tier zu Tier statt. Eine Ansteckung ist aber auch im Feld oder Wald durch Wildtiere (z. B. Igel) oder durch den Kontakt zu deren Schlafplätzen möglich. Die Entwicklung der Flöhe findet nicht auf dem Wirt statt, sondern in der Umgebung der Tiere. Die Larvenstadien können lange auf dem Boden oder auf den Schlafstätten verharren und erst dann schlüpfen, wenn sie durch Vibration einen Wirt vermuten. Der gesamte Lebenszyklus dauert 5 Wochen bis hin zu einem Jahr – ein wichtiger Grund, warum die Behandlung der Umgebung genauso wichtig ist wie die des Tieres.
Flöhe können zu hochgradigem Juckreiz und Nervosität führen – zum einen durch das Krabbeln im Fell, zum anderen, weil Hunde und Katzen allergisch auf den Flohspeichel reagieren können. Die Folge ist ein Benagen der Haut, das zu Entzündungen und nässenden Hautwunden führen kann.
Flöhe können zudem den Gurkenkernbandwurm übertragen, für den sie selbst als Zwischenwirt dienen. Verschluckt Ihre Fellnase einen Floh, der eine Bandwurmlarve in sich trägt, kann sich im Darm nach 2 bis 3 Wochen ein erwachsener Bandwurm entwickeln.
Die Flohbehandlung sollte gründlich und über mindestens 12 Wochen hinweg mit wirksamen Produkten erfolgen – etwa mit Wirkstoffen wie Fipronil, Imidacloprid, Permethrin (dieser Wirkstoff ist nur für Hunde wirksam und für Katzen giftig), Lufenuron oder Fluralaner. Welches Präparat für Ihr Tier geeignet ist, besprechen wir gerne mit Ihnen. Da sich Flöhe vor allem in der Umgebung entwickeln, ist deren Behandlung entscheidend:
Entdecken Sie trotz Flohbehandlung weiterhin lebende Flöhe, heißt das nicht zwangsläufig, dass das Produkt nicht wirkt. Es kann auch ein Zeichen für einen starken oder erst spät entdeckten Befall sein. Häufig ist die Umgebung – also Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus – dann selbst zum „Heim" für Flöhe geworden und muss konsequent mitbehandelt werden.
Sollten Sie Fragen zur Flohbekämpfung haben, helfen wir Ihnen natürlich gerne weiter. Für die Terminvereinbarung können Sie sehr gerne unseren Online-Terminkalender nutzen.