

Nicht nur für uns Menschen ist die Zahnhygiene wichtig, auch unsere Haustiere benötigen ein gesundes und somit funktionstüchtiges Gebiss bis ins hohe Alter. Hunde und Katzen erkranken wie wir Menschen auch an Zahnfleischentzündungen und Paradontalerkrankungen als Folge von Plaque und Zahnsteinbildung. Wir Menschen leiden meistens deutlich später an Paradontose beziehungsweise Paradontitis, die nicht selten mit dem Verlust von Zähnen einhergeht, obwohl wir täglich mehrmals unsere Zähne putzen und auch den Zahnarzt regelmäßig besuchen.
Hunde und Katzen zeigen Schmerzen im Bereich der Zähne erst sehr spät, indem sie die Futteraufnahme verweigern oder extrem kopfscheu werden. Häufig ist zu diesem Zeitpunkt der Zahnhalteapparat schon so massiv zerstört, dass die Zähne unter Narkose gezogen werden müssen. Jedoch stellen nicht nur die Schmerzen und der Verlust der Zähne ein Problem dar. Auch Begleiterkrankungen wie Leber, Nieren und Herzschäden, die durch Paradontalerkrankungen hervorgerufen werden, können die Gesundheit des Tieres hochgradig beeinträchtigen.
Studien zufolge haben Katzen im Vergleich zum Hund eine noch höhere Wahrscheinlichkeit, bereits in jungen Jahren unter Zahnerkrankungen zu leiden. 80 Prozent aller Katzen über 3 Jahre haben behandlungsbedürftige Zähne. 60 bis 70 Prozent aller Katzen älter als drei Jahre weisen hochgradig schmerzhafte Veränderungen an den Zähnen auf, die als FORL bezeichnet werden, oder leiden an Paradontalerkrankungen. 10 bis 15 Prozent leiden unter traumatisch bedingten Veränderungen der Zähne und Kieferknochen. Weitaus schlimmer als die hohe Anzahl betroffener Katzen ist der Umstand, dass bei 65 Prozent der erkrankten Katzen die Veränderungen im Wurzelbereich zu finden sind. Ohne Anfertigen dentaler Röntgenaufnahmen werden diese Katzen nach der Zahnsanierung fälschlicherweise als zahngesund nach Hause entlassen.
Klinisch unauffällige Zähne zeigen bei Katzen in 41 Prozent, bei Hunden in 27 Prozent der Fälle wichtige röntgenologische Befunde. An klinisch erkrankten Zähnen findet man durch Darstellung des Kieferknochens und der Zahnwurzeln bei Katzen in 32 Prozent und bei Hunden in 23 Prozent zusätzliche wichtige Befunde. In der Humanmedizin wie auch in der Tiermedizin gehört das Anfertigen von dentalen Röntgenbildern mittlerweile zum medizinischen Standard. Im Zuge einer Zahnsanierung bei Ihrer Katze oder Ihrem Hund ist das Anfertigen von Röntgenbildern unerlässlich, um einen ganzheitlichen Überblick über die Zahngesundheit Ihres Tieres zu erhalten. Außerdem ersparen Sie Ihrem Tier unnötige Schmerzen durch fälschlicherweise unbehandelte Zähne. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
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