

Die Advents- und Weihnachtszeit bringt für Haustiere einige versteckte Gefahren mit sich. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie im Winter und bei der Weihnachtsdekoration achten sollten, um Ihren Vierbeiner nicht zu gefährden.
Mit dieser Frage werden wir jedes Jahr zu Weihnachten konfrontiert – und die Antwort lautet ja. Unter Umständen reicht schon eine geringe Menge. Schuld daran ist das in der Kakaobohne enthaltene Theobromin. Der Theobrominanteil ist in Zartbitterschokolade mit ca. 16 mg/g deutlich höher als etwa in weißer Schokolade (0,009 mg/g). So enthält eine Tafel von 100 g Bitterschokolade gut 1,6 g Theobromin.
Bei empfindlichen Hunden können bereits 90–250 mg/kg Körpergewicht schwerwiegende, unter Umständen sogar tödliche Folgen haben. Diese Menge hätte ein kleiner Hund von ca. 5,5 kg schon beim Verzehr einer einzigen Tafel Zartbitterschokolade erreicht. Die Symptome reichen von Krämpfen, Durchfall und Übelkeit bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen. Sollte Ihr Tier größere Mengen Schokolade aufgenommen haben, suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf.
Pflanzen wie Christrosen, Weihnachtssterne, Misteln, Schneeglöckchen und Orchideen sollten außerhalb der Reichweite von Katzen und Hunden stehen. Der Verzehr oder das Benagen dieser Pflanzen kann zu starken Schleimhautreizungen, Übelkeit, Krämpfen und Lähmungen führen.
Geschenkbänder sind beliebtes Spielzeug bei Hunden und besonders bei Katzen. Verschluckt Ihr Tier Geschenkband, ist unbedingt darauf zu achten, dass es zeitnah mit dem Kot ausgeschieden wird. Je nach Länge des verschluckten Stücks kann es zu Auffädelungen des Darms kommen (fadenförmige Fremdkörper) – mit der Folge von Kotabsatzstörungen, Erbrechen und hochgradigen Bauchschmerzen. Unbehandelt oder unerkannt kann Ihr Tier daran versterben.
Sobald der erste Schnee fällt, sind geräumte und eisfreie Gehwege ein Muss – und die Pfoten der Tiere kommen mit Streusalz und Splitt in Berührung. Das anschließende Belecken und Putzen der nassen Pfötchen kann zur Aufnahme größerer Mengen Salz führen, was sich in Magen-Darm-Problemen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall äußern kann. Das Abwaschen der Pfoten nach dem Spaziergang schafft auf einfache Weise Abhilfe.
Besonders Katzen sind anfällig für die Aufnahme von Frostschutzmittel, das durch Ethylenglykol süßlich schmeckt. Schon geringe Mengen können innerhalb kurzer Zeit (ca. 30 Minuten) zu Vergiftungssymptomen wie schwankendem Gang, Erbrechen, Durst und Abgeschlagenheit führen. Ein akutes Nierenversagen kann nach 12–24 Stunden die Folge sein. Sollten Sie beobachten, dass Ihr Tier Frostschutzmittel aufgenommen hat, suchen Sie bitte sofort den nächstgelegenen Tierarzt auf.
Nach Weihnachten kommt der Jahreswechsel. Hat Ihr Hund Angst vor der lauten Silvesternacht, lassen Sie sich rechtzeitig von Ihrem Tierarzt beraten – es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Jahreswechsel für Ihren Vierbeiner angenehmer zu gestalten. Ausführliche Hinweise finden Sie in unseren Tipps für Hund & Katze am Silvesterabend.