Digitales dentales Röntgen in der Tierarztpraxis

Bei der digitalen Radiographie, einer modernen Form der herkömmlichen Röntgentechnik, werden anstelle des Röntgenfilms digitale Röntgenspeicherfolien verwendet, um die Zähne und deren Wurzeln digital abzulichten.

Der Vorgang des digitalen, dentalen Röntgens beim Tier, ist mit dem beim Menschen zu vergleichen. So werden die kleinen Röntgenfilme in das Maul des Tieres positioniert und die dentale Röntgenröhre von außen möglichst dicht an den zu untersuchenden Kieferabschitt herangebracht.

Durch die hochauflösenden Speicherfolien lassen sich die Zähne mit Zahnkrone, Zahnhals und Zahnwurzel, sowie der umliegende Kieferknochen exakt und umgehend beurteilen.

Warum wir uns als Tierarztpraxis mit zahnärztlichen Röntgenaufnahmen beschäftigen:

Die tierärztliche Zahnmedizin erfährt derzeit einen enormen Wandel. Die Zeiten, in denen „die losen Zähne“ einfach herausgezogen und die augenscheinlich gesunden Zähne belassen werden, sind glücklicherweise längst vorbei –

Bereits bei der Planung der Tierarztpraxis Dr. Brockhaus in Hattingen war uns Eines klar: Die primären Behandlungsziele werden die Zahnmedizin und die Zahnpflege bei den vierbeinigen Patienten sein. Um dieses Ziel optimal umzusetzen , ist die Zahnradiologie ein wesentlicher Bestandteil unseres Standards.  Denn wir sind überzeugt:

Es ist nahezu unmöglich, die Zähne eines Tieres ohne Röntgenaufnahmen beurteilen zu können. Wie bei uns Menschen, befinden sich eine Vielzahl zahnmedizinischer Auffälligkeiten unterhalb des Zahnfleischrandes und sind nicht ohne Weiteres sichtbar. Ohne Röntgenbilder werden die meisten oralen Probleme bei den Vierbeinern übersehen und sie haben möglicherweise jahrelang chronische Schmerzen. Sowohl Ihr Tier, wie auch Sie als Besitzer profitieren so langfristig von einer hochwertigen zahnärztlichen Versorgung.

Welche Gründe gibt es für ein digitales Röntgen bei Kleintieren?

  • Verminderter Appetit

  • Plötzliches Aufjaulen und Weglaufen bei der Futteraufnahme

  • Herausfallen der Nahrung während des Fressens

  • Plötzliche Kopfscheuheit

  • Geschwollene Wange

  • Nasenausfluss

  • Mundgeruch

  • Gewichtsverlust

Aber auch eine plötzliche Unsauberkeit (besonders bei Katzen zu beobachten), sowie erhöhte Aggressivität, können durch chronische Schmerzen der Zähne hervorgerufen werden.

Welche Zahnveränderungen kann man durch das dentale Röntgen sichtbar machen?

  • Wurzelveränderung wie Granulome oder Abszesse

  • Wurzelresten bzw. gebrochenen Zähne im Wurzelbereich

  • Resorptive Läsionen der Zähne (z.B. FORL der Katze)

  • Knochenresorption

  • Knochenzubildungen/Tumore

  • Kieferfrakturen

  • Aufsuchen von im Knochen persitierenden Zahnanlagen

  • Ursachen für schmerzhafte oder empfindliche Zähne

  • Zahnfisteln etc…

Da eine ordentliche und gewissenhafte Beurteilung der Zähne ohnehin nur in Narkose stattfinden kann, sollte diese gleichzeitig genutzt werden, um sich auch einen Überblick über die im Kieferknochen befindlichen Zahnstrukturen, mittels dentalen Röntgens zu verschaffen.

Die Etablierung des dentalen Röntgens in der Tiermedizin ist eine wichtige und für uns Menschen doch eine überaus nachvollziehbare Entwicklung – denn ist es für uns auch schwer vorstellbar sich selber einer Zahnbehandlung ohne vorherige Röntgenaufnahme zu unterziehen ?

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